LinkedIn Unternehmensseite erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

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LinkedIn Unternehmensseite erstellen: Der ultimative Leitfaden für Ihren professionellen Auftritt

Eine professionelle Präsenz auf LinkedIn ist längst kein „Nice-to-have“ mehr, sondern ein zentraler Baustein für B2B-Marketing, Employer Branding und Lead-Generierung. Ob Start-up, etablierter Mittelständler oder Solopreneur – eine eigene Unternehmensseite fungiert als digitale Visitenkarte im weltweit größten Business-Netzwerk.

Das Beste vorweg: Das Erstellen einer LinkedIn Unternehmensseite ist vollkommen kostenlos und in wenigen Minuten erledigt. Wie Ihnen der Start reibungslos gelingt, welche Fallstricke Sie vermeiden sollten und wie Ihre Seite echten Mehrwert stiftet, zeigt diese Schritt-für-Schritt-Anleitung.


1. Voraussetzungen: Was Sie vor dem Start brauchen

Bevor Sie loslegen, stellt LinkedIn ein paar grundlegende Anforderungen an den Administrator:

  • Ein persönliches LinkedIn-Profil: Ohne ein privates Konto lässt sich keine Firmenpräsenz anlegen. Das ist wichtig, da Ihr privates Profil als Steuereinheit (Super-Admin) dient.
  • Vollständiges Admin-Profil: Ihr persönliches Profil sollte idealerweise aktiv sein, ein Profilfoto besitzen und grundlegende Berufserfahrung ausweisen.
  • Unternehmens-E-Mail-Adresse: Nutzen Sie nach Möglichkeit eine geschäftliche E-Mail-Adresse mit der offiziellen Domain Ihres Unternehmens (z. B. [email protected]).

2. Schritt-für-Schritt-Anleitung: So erstellen Sie Ihre Seite

Die Einrichtung erfolgt am besten am Desktop-PC oder über die offizielle iOS-App:

  1. Menü öffnen: Loggen Sie sich in Ihr persönliches Konto ein und klicken Sie oben rechts auf das Raster-Symbol „Für Unternehmen“ (bzw. „Produkte“).
  2. Kategorie wählen: Scrollen Sie im Menü ganz nach unten und wählen Sie „Unternehmensseite erstellen“.
  3. Seitentyp festlegen:
    • Unternehmen: Für kleine bis große Firmen (die Standardwahl).
    • Fokusseite: Für Untermarken, Produktlinien oder Standorte (baut auf einer Hauptseite auf).
    • Bildungseinrichtung: Für Schulen und Universitäten.
  4. Basisdaten eintragen: Füllen Sie die Pflichtfelder aus:
    • Unternehmensname: Ihr offizieller Firmenname.
    • LinkedIn öffentliche URL: Wählen Sie einen prägnanten Link (z. B. [linkedin.com/company/ihr-unternehmen](https://linkedin.com/company/ihr-unternehmen)). Diese lässt sich später nur eingeschränkt ändern.
    • Website: Link zu Ihrer Homepage.
    • Branche, Unternehmensgröße & Rechtsform: Helfen bei der Einordnung in der Suche.
  5. Visuelle Identität hochladen:
    • Unternehmenslogo: Quadratisches Format, idealerweise 300 × 300 Pixel (oder 400 × 400 Pixel).
    • Titelbild (Banner): Format 1584 × 396 Pixel (bzw. 1128 × 382 Pixel). Nutzen Sie hier kein graues Standardfeld, sondern ein Corporate Design passend zu Ihrer Marke.
  6. Slogan formulieren: In maximal 120 Zeichen beschreiben Sie präzise, was Sie für Ihre Zielgruppe tun. Beispiel statt leerer Phrasen: „Wir automatisieren Ihre Buchhaltung mit KI-gestützten Cloud-Lösungen.“
  7. Bestätigen und veröffentlichen: Setzen Sie das Häkchen zur Bestätigung, dass Sie berechtigt sind, im Namen des Unternehmens zu handeln, und klicken Sie auf „Seite erstellen“.

3. Die wichtigsten Feinschliffe für maximale Sichtbarkeit

Nach dem Klick auf „Erstellen“ ist Ihre Seite live, aber noch lange nicht optimiert. Komplett ausgefüllte Seiten erhalten laut LinkedIn deutlich mehr Besucher. Achten Sie auf folgende Bereiche:

  • Der Info-Bereich (About Us): Nutzen Sie Keywords, nach denen Ihre Kunden suchen. Erklären Sie im Text, welche Probleme Sie lösen und für wen Ihr Angebot gedacht ist.
  • Der Action-Button (CTA): Passen Sie den blauen Button oben auf der Seite an. Je nach Zielsetzung eignet sich „Website besuchen“, „Registrieren“, „Kontakt“ oder „Anrufen“.
  • Rechtliches (Impressum): Gerade in Deutschland gilt für geschäftliche Social-Media-Präsenzen eine strenge Impressumspflicht. Verlinken Sie Ihr rechtssicheres Webseiten-Impressum unübersehbar im Info-Bereich oder im dafür vorgesehenen Feld.

4. Typische Anfängerfehler, die Sie vermeiden sollten

Wichtig: Eine verwaiste Unternehmensseite schadet dem Image mehr als gar keine Präsenz.

  • Fehler 1: Die „Friedhofs-Strategie“. Die Seite wird angelegt, das Logo hochladen, und danach passiert monatelang nichts. Planen Sie von Anfang an Ressourcen für regelmäßige Posts ein (1 bis 2 hochwertige Beiträge pro Woche reichen völlig aus).
  • Fehler 2: Nur Eigenwerbung. Niemand folgt einer reinen Werbebroschüre. Bieten Sie stattdessen echten Mehrwert: Branchen-Insights, Best Practices, Blick hinter die Kulissen oder ehrliche Learnings.
  • Fehler 3: Das Team wird ignoriert. Das größte Kapital auf LinkedIn sind Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Personalisierte Inhalte von Menschen funktionieren organisch um ein Vielfaches besser als sterile Firmen-Updates.

5. So bringen Sie Leben in Ihre neue Seite

Ist das Fundament gegossen, geht es an den Aufbau der Reichweite:

  1. Mitarbeiter einbinden: Bitten Sie Ihr Team, die Unternehmensseite im persönlichen Profil unter der Sektion „Berufserfahrung“ als aktuellen Arbeitgeber einzutragen. Dadurch entsteht automatisch eine direkte Verlinkung.
  2. Netzwerk einladen: Nutzen Sie die Funktion, Kontakte aus Ihrem Erstnetzwerk zur Seite einzuladen (hierfür stellt LinkedIn monatlich ein begrenztes Kontingent an Credits zur Verfügung).
  3. Rechte verwehren: Falls Sie im Team arbeiten, können Sie über die Admin-Einstellungen weitere Rollen vergeben – etwa Content-Admins für das Verfassen von Posts oder Analysten für die Auswertung der Statistiken.

Fazit

Eine LinkedIn Unternehmensseite zu erstellen ist unkompliziert und in wenigen Minuten erledigt. Der wahre Erfolg entscheidet sich jedoch in der kontinuierlichen Pflege: Wer strategisch vorgeht, relevante Inhalte teilt und das eigene Team einbindet, baut sich hier eine mächtige Plattform für Recruiting, Brand Awareness und Neugeschäft auf.

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